Die Geschichte des Hauses am Molkenmarkt
Das differenzierte Backsteinhaus Molkenmarkt 29/30 wurde um 1900 errichtet und befindet sich in exponierter Stelle am Marktplatz der Stadt Brandenburg an der Havel. Der durch Blenden und Maßwerke geschmückte Ziegelbau zeichnet sich durch eine repräsentative Architektur mit vier Geschossen, hohem Dach und breitem Erker aus. Die Seitenteile sind dreigeschossig mit Balkonloggien.
Die Geschichte des Hauses ist genauso interessant wie seine Fassade. “Zum Schultheiß” hieß das vornehme Restaurant mit Garten, Musikpavillon und Gesellschaftsräumen sowie der dazugehörigen Niederlage der Brauerei, welches das Haus bis 1943 beherbergte. Das Lokal war ein zentraler Treffpunkt für Vereine und Innungen der Schmiede, der Schlosser und der Tischler. Nach dem Krieg war Schultheiß enteignet und in das Gebäude zog die Post. Das Hauptpostamt verabschiedete sich nach 50 Jahren.
2004 hatten Katrin und Mario Mischker das Haus erworben und aufwendig saniert. Im Jahre 2005 bezog der Geoinformations-Dienstleister RapidEye AG das Haus. Die RapidEye AG hat zum 31.01.2013 die Stadt Brandenburg an der Havel verlassen.

Von der Dominsel zur Katharinenkirche zum Paulikloster
Dom und Dommuseum

Der Dom ist das älteste erhaltene Bauwerk und Ausgangspunkt der Geschichte der Stadt Brandenburg. Am 11. Oktober 1165 erfolgte die Grundsteinlegung des Domes, geweiht dem Apostel Petrus, später Petrus und Paulus.
Es war ein Prämonstratenserkloster als Chorherrenstift mit Domkapitel. Zu Beginn entstand eine einfache kreuzförmige Saalkirche im romanischen Stil. Diese wurde in den folgenden Jahrzehnten mit dem Ausbau des Längshauses, der Krypta und dem ersten Teil der Doppelturmfassade zu einer romanischen Basilika erweitert. Das Dommuseum befindet sich im Ostflügel.
Das Paulikloster

2008 eröffnete das Archäologische Landesmuseum Brandenburg im neu restaurierten mittelalterlichen Paulikloster seine Pforten. Der zwischen 1286 und 1497 von Dominikanermönchen erbaute Komplex ist eine der besterhaltenen Klosteranlagen der Backsteingotik Nordostdeutschlands über dessen Bau- und Nutzungsgeschichte sich der Besucher in einem Klosterrundgang anhand von Stelen informieren kann.
Ergänzend zur Dauerausstellung finden regelmäßig Sonderausstellungen und zahlreiche Kulturevents statt.
Die St. Katharinenkirche

Die der heiligen Katharina, der heiligen Amalberga und dem heiligen Nikolaus geweihte Pfarrkirche überragt alle anderen Gebäude in der Neustadt und bestimmt somit das Panorama. Sie ist eines der hervorragendsten Meisterwerke des norddeutschen Backsteinbaus.
Die St. Katharinenkirche zu Brandenburg ist unter den Kirchenbauten der norddeutschen Bachsteingotik eine der prächtigsten. Dies ist dem genialen Entwurf des Baumeisters Heinrich Brunsberg aus Stettin zu verdanken, der die Kirche von 1385 – 1401 erbaute.
Der Bollmannbrunnen

Der im Jahr 1924 nach den Entwürfen des Brandenburger Bildhauers Carl Lühnsdorf gestaltete Brunnen erinnert heute in der Hauptstraße an das Stadtoriginal Fritze Bollmann.
1852 in der Nähe von Magdeburg geboren, wohnte er seit 1875 in der Brandenburger Altstadt. Der Legende nach fiel er beim Angeln auf dem Beetzsee ins Wasser und ertrank. Kinder verfassten als Nachruf auf das Brandenburger Original ein bekanntes Spottlied. Auf dem Beckenrand des Brunnens kann man die acht Strophen nachlesen.



